Als im Sommer 2021 der langjährige Dirigent Wolbert Baars seine Tätigkeit beim Musikverein Kalkar beendete, übernahm Gerhard Plageman übergangsweise die musikalische Leitung und bereitete das Orchester auf zwei erfolgreiche Konzerte vor.

Der Vorstand suchte eine neue musikalische Leitung und konnte Marina Kirchhofer gewinnen, die seit Januar 2022 in unserem Verein tätig ist.

Marina Kirchhofer wurde in Speyer geboren und wuchs in Haßloch in der Pfalz auf. Dort begann auch ihre musikalische Karriere. Marina lernte zuerst Blockflöte. Dann kamen die Musikinstrumente Zither, Querflöte und Klavier dazu. Nach dem Wechsel zum Gymnasium spielte sie im Schulorchester. Als eines Tages das Instrument Waldhorn neu zu besetzen war, musste Marina es spielen. Nach Aussagen von Marina war es zuerst nicht ihr Lieblingsinstrument, viel zu groß und zu unhandlich. Nach kurzer Zeit wurde das Waldhorn jedoch ihr Lieblings-instrument. Sie erhielt Hornunterricht bei Ralph Rudolph, Marcy Scott und Richard Schneider (Staatphilharmonie Rheinland-Pfalz).

1991 gewann Marina den 2. Bundespreis und 1993 den 1. Landespreis bei „Jugend musiziert“.

Marina spielte auch im Musikverein Haßloch, einem symphonischen Blasorchester, das an Wertungsspielen teilnahm.

Nach dem Abitur studierte unsere Dirigentin am Kircheninstitut Mainz Chorleitung. Nach dem Studium war sie Leitung vom Chor der Katholischen Hochschulgemeinde Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Marina Kirchhofer lebt seit 2008 in Kleve.

Musikalisch ist unsere neue Dirigentin mehrgleisig beschäftigt. Aktuell leitet sie den Reborn-Popchor in den Niederlanden und den Männergesangverein Materborn.

Unsere Dirigentin war musikalische Leitung beim Musikzug Rindern und dem Salonorchester „Schwarze Rose“ aus Emmerich. Im Musikzug Rindern ist Marina in Kooperation mit der Johanna Sebus Grundschule Rindern noch in der Instrumentalausbildung tätig. Im Dünenorchester Wissel leitet sie das Nachwuchsorchester. Außerdem ist Marina als Instrumentaldozentin und als Dozentin bei Workshops tätig.

Marina kennt den Musikverein Kalkar von ihrer Aushilfstätigkeit als Spielerin der Querflöte beim Herbstkonzert 2019. Sie dachte damals schon, „so ein Orchester möchte ich auch mal dirigieren.“ Die Zeit kam für sie schneller als gedacht.

Die Arbeit mit Musik-Amateuren macht ihr sehr viel Spaß. Marina sieht ihre Aufgabe als Dirigentin darin, die Musiker*innen zu fordern und zu fördern. Aktuell heißt das für den Musikverein Kalkar, die Spieler*innen der Erwachsenenbläser-klasse von 2018 in das Hauptorchester zu integrieren. Wichtig ist unserer Dirigentin, dass alle Spaß am gemeinsamen Musizieren haben. Gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung ist für sie eine wichtige Basis für die gemeinsame Arbeit.

Wenn man die Wohnung unserer neuen Dirigentin betritt, sieht man sofort viele Musikinstrumente. Neben den schon genannten Instrumenten stehen dort eine Trompete, ein Tenorhorn, eine Klarinette, ein Saxophon und eine Posaune. Ob man es glaubt oder nicht, Marina spielt sie alle. Ein Instrument fehlt ihr noch, das Alphorn, das am Niederrhein leider keine musikalische Beachtung findet.

Auf die Frage, warum sie so viele Instrumente spielt antwortete Marina: „Wenn ich die Schwierigkeiten und Probleme an und mit den Musikinstrumenten kenne, z. B. tiefe und hohe Töne und Bindungen spiele und wenn ich weiß, wie ich diese Schwierigkeiten meistern kann, dann bin ich auch in der Lage, anderen Hilfen zu geben. Außerdem hilft mir die Vielseitigkeit zur Einschätzung, was ich Spieler*innen im Orchester zumuten und wie ich sie fördern kann.“

Als Ausgleich zu ihrer beruflichen Tätigkeit liebt Marina die Natur. Sie geht täglich mit ihren beiden Hunden spazieren, geht Wandern und macht Gartenarbeit. Übrigens: ihr Hund „Emma“ begleitet Marina zu allen Proben.