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Chronik - Teil 5

Die jüngere Vergangenheit - Die Ära Gerhard Plageman

Eine bravourösen Einstand feierte Gerhard Plageman beim Herbstkonzert am 2.10.1994 (siehe Bild unten). Er hatte sein Amt als Musikalischer Leiter am 6.5.1994 angetreten, nachdem Willi Wienemann Ende 1993 zurückgetreten war. In der Übergangszeit hatte der 2. Dirigent Stephan Weber das Orchester geleitet. Er war darüber hinaus auch Dirigent der Jugendgruppe. Mit Gerhard Plageman stand erstmals ein professioneller Blasorchesterdirigent am Pult des Musikvereins.

Am 26.11.1994 fand in Doetinchem (NL) das „Plageman-Konzert“ statt, auf dem alle 5 Vereine auftraten, bei denen Gerhard Plageman Dirigent war: Die „Fanfare te Rielle“ aus Braamt, die „Fanfare Concordia“ aus Netterden, die „Harmonie de Vriendschap“ aus Doetinchem, die „Drumfanfare St Martinus“ aus Braamt und der „Musik Verein von Calcar“. Zum Abschluß spielten alle zusammen „Abba Gold“ und „I Do It For You“ von Brian Adams.
Ungewohnte Klänge erlebten die Zuhörer beim Weihnachtskonzert am 18.12.1994. Mit „Winter Wonderland“ und „Santa Claus Is Comin’ To Town“ spielte der Musikverein (mit 48 Aktiven) dort erstmals amerikanische Weihnachts-Pop-Music im Swing-Rhythmus.
Der Sportverein „DJK Kalkar“ feierte am 4.6.1994 sein 75jähriges Jubiläum. Der Musikverein spielet ein Konzert im Festzelt auf dem Marktplatz.

Höhepunkt des Jahres 1996 war die Einweihung der restaurierten Mühle am Hanselaerer Tor am 16. November. Der damalige Landeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hielt die Festrede im Mühlen-Festzelt. Stephan Weber hatte den „Mühlentanz“ für Blasorchester arrangiert und so begleitete der Musikverein die kleinen „Klompentänzerinnen“ des Turnvereins.
Bundesforschungsminister Rüttgers war gar zu Gast, als die Firma F.C. van Dornick ihr neues Betriebsgebäude im Industriegebiet Kehrum am 21.8.1998 mit einer Feier im großen Stil einweihte. Gerne hatte der Musikverein unter der Leitung des 2. Dirigenten Stephan Weber die musikalische Umrahmung der Feier im Festzelt übernommen und konnte trotz des ungünstigen Termins am Freitag Vormittag mit immerhin 35 Musikern antreten.
Doppelkonzert: Das Frühjahrskonzert des Musikvereins am 9.5.1999 wurde erstmals zusammen mit Jugendorchester Wissel durchgeführt. Damit wurde der Schlussstrich unter eine jahrelange Rivalität gezogen. Zum Schluss spielten beide Orchester gemeinsam den Konzertmarsch „Arsenal“ von Jan van der Roost.
In den letzten Jahren setzte der Musikverein in seinen Konzerten immer einen besonderen musikalischen Akzent. Beim 2000er Herbstkonzert am 24. September wurde das Orchester erstmals durch zwei Gesangssolisten verstärkt: Eric Plageman, Sohn des Dirigenten, und Frank Winkels, ehemals Schlagzeuger im Musikverein. Beide hatten mittlerweile ihr Hobby zum Beruf gemacht und studierten Gesang und Tanz in Amsterdam bzw. Hamburg. Für die Orchesterbegleitung waren spezielle Arrangements geschrieben worden, u.a. vom Dirigenten Gerhard Plageman. Das Publikum zeigte sich begeistert. Bei „Maria“ aus West Side Story, gesungen von Frank Winkels, hätte man am Ende eine Stecknadel fallen hören können...
Das Klarinetten-Ensemble des Musikvereins unter der Leitung von Rainer Hülsbrink trat im Jahre 2000 gleich zweimal groß in Erscheinung. Sowohl bei der Eröffnung der Festhalle in Grieth (30.5.), als auch bei der Feierstunde zum 50jährigen Jubiläum des Tambourcorps Altkalkar im Kalkarer Rathaussaal (2.7.) sorgten die jungen Musiker für den feierlichen Rahmen.
Im November 2000 konnte der Musikverein seinen neuen Proberaum beziehen, die Pausenhalle des Gymnasiums. Der alte Probenraum (Atrium) hatte dem Neubau der Realschule weichen müssen. Das Weihnachtskonzert konnte nach zweijähriger Bauzeit erstmals wieder in der Nicolai-Kirche stattfinden, die am 10.12.2000 wiedereröffnet wurde. Zwischenzeitlich hatten die Weihnachtskonzerte des Musikverein in den Kirchen von Niedermörmter, Hönnepel, Appeldorn und Grieth stattgefunden.

Ein großer Erfolg wurde der Jugendtag des Musikvereins am 12.5.2001. Neben der Erarbeitung neuer Musikstücke stand auch eine Musikolympiade auf dem Programm. Zum 75jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Kalkar spielte der Musikverein am 25.5.2001 beim Festakt in der Bürgerbegegnungsstätte. Seinen ersten Auftritt auf der Bühne der Stadthalle Kleve erlebte das Orchester am 18.11.2001. Den ersten Teil dieses von der Frauen-Union organisierten Wohltätigkeitskonzertes gestaltete das Sinfonieorchester der Kreismusikschule Kleve („Peter und der Wolf“). Der Musikverein spielte u.a. „Orient Express“ von Philip Sparke und begleitete die Gesangssolistin Michaela Tenbieg bei „Tears In Heaven“ von Eric Clapton. Der Erlös war für das Kuratorium ZNS bestimmt. Der Nikolausmarkt am 1. und 2.12.2001 wurde erstmals komplett an beiden Tagen vom Musikverein musikalisch umrahmt. Angeführt von Jugendleiterin Christiane Boenke war insbesondere die Jugendgruppe hierbei sehr aktiv. Parallel dazu wurde ein „Knusperhäuschen“ verlost. Die Einnahmen wurden für die Anschaffung von Vereinspullovern für die Jugendgruppe verwendet. Zu einem gelungenen Start ins Jahr 2002 wurde das Ständchen für den Vorsitzenden Stephan Weber zu dessen 50. Geburtstag. Überrascht wurde das Geburtstagskind durch die Aufführung eines speziell für diesen Anlass zusammengestellten Potpourris „Die Singeden Leerer – Ihre größten Erfolge“, u. a. mit „Die schönen Mädchen aus Calcaria“ und dem „Führerscheinlied“ (dazu muss man natürlich wissen, dass Stephan Weber Mitglied der Gruppe „Die Singenden Leerer“ ist). Aber es kam noch doller. Während der Aufführung von „La gréve de musicien“ gerieten Dirigent Gerhard Plageman und Schlagzeuger Mathias Höfkens in Streit. Weinend verließ der kleine Mathias den Saal. Wütend schlossen sich die übrigen Musiker an. Auch sie verließen nach und nach mitten im Stück den Saal, bis am Ende nur noch der Bass spielte. Die Zuschauer reagierten erschrocken. Natürlich war der ganze Streit sorgfältig inszeniert. — Anlässlich des Jubiläums „750 Jahre Stadt Grieth“ wurde am 10.3.2002 „Das Steinboot“ eingeweiht, währenddessen der Musikverein zur Unterhaltung aufspielte.

„Violinschlüssel siegte vor Basschlüssel“ titelte die Presse ihren Bericht über das „Internationale Jugendwochenende“ (22. und 23.Juni 2002), am dem 36 Jugendliche aus Deutschland und den Niederlanden (oder besser gesagt vom Musikverein und der Harmonie „De Vriendschap“, Gerhard Plagemans Verein aus Doettinchem) teilnahmen und bei der „Musikolympiade“ ihr Fachwissen unter Beweis stellten. Ein schöner Erfolg für Jugendleiterin Christiane Boenke und ihr Team. 

Ein besonderes Highlight des Herbstkonzertes (29.9.2002) war die Kombination von Tanz und Musik: Die von Elke Welz-Janssen geleitete Gruppe brachte in tollen Kostümen eine beeindruckende tänzerische Darstellung des Titels „The Circle Of Life“ aus „Der König der Löwen“ auf die Bühne.

Die Prüfungen für das Jungmusikerleistungsabzeichen fanden im Jahre 2002 in der Landesmusikakademie in Heek statt. Der Musikverein entsandte 10 Teilnehmer, die nicht nur alle die Prüfung bestanden, sondern sogar überdurchschnittlich gut abschnitten. Die Abzeichen wurde im Rahmen des Schülerkonzertes am 17.11.2002 in der Bürgerbegegnungsstätte verliehen. Dieses Schülerkonzert wurde erstmals gemeinsam vom Musikverein und dem Flötengrundkurs der Kreismusikschule unter der Leitung von Theo Brauer veranstaltet und ist damit ein schönes Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Musikschule und Musikverein.

Das Jahr 2003 stand für uns ganz im Zeichen unseres 175jährigen Jubiläums. Das Foto (oben) wurde aus diesem Anlass am 1. Mai 2003 vor "Haus Sieben Linden" (Grabenstraße) aufgenommen, wie schon die Aufnahme von 1930.  Der Reigen der Ereignisse begann am Samstagnachmittag, dem 10. Mai 2003, mit einem Festhochamt, das wir musikalisch gestalteten, u.a. mit der Ouvertüre zur „Feuerwerksmusik“. Der eigentliche Festakt fand direkt im Anschluss im Rathaussaal statt. Stephan Weber sprach zur Begrüßung und die Festansprache hielt Bürgermeister Gerhard Fonck. Der Präsident des Blasmusikverbandes Herbert Krey gratulierte und verlieh Paul Neinhüs die goldene Ehrennadel für 40jährige aktive Vereinsmitgliedschaft. Schließlich wurde unser Posaunist Karl Hülsbrinck zum Ehrenmitglied ernannt. Karl Hülsbrinck war viele Jahre als Schriftführer tätig und aufgrund seiner hartnäckigen Nachforschungen konnte die Vereinsgeschichte weitgehend rekonstruiert werden, was schließlich zur Verleihung der Pro-Musika-Plakette führten.

Die Presse berichtete ausführlich über das Jubiläum des Musikvereins, hier die NRZ vom 12. Mai 2003 (vergrößern).

Eine Woche später (17.5.2003) fand unser Frühjahrskonzert in der Bürgerbegegnungsstätte statt (Bild oben). Unter anderem bei „The Girl From Ipanema“, „The Circle Of Life“ und „My Heart Will Go On“ wurden wir erneut von den Gesangsolistinnen Michaela Tenbieg und Birte Horn unterstützt. Der Abend klang mit einem Jubiläumsball aus. Der Sonntag (18.5.) stand unter dem Motto „Musikmarkt – Tag der Musik“. Wir hatten uns vorgenommen, den Kalkarer Marktplatz einen Tag mit Leben zu erfüllen, was uns aufgrund der Unterstützung zahlreicher Kalkarer Vereine, insbesondere dem Schützenverein, der Feuerwehr und des Männergesangvereins, hervorragend gelang. Zahlreiche Musikgruppen präsentierten sich auf der Bühne und für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt. Der Abend endete mit einem Sternmarsch und dem „Großen Zapfenstreich“.

Als musikalischer Jahreshöhepunkt folgte dann noch der Blasorchesterworkshop mit dem Komponisten Jacob de Haan (siehe Bild oben) am 11. und 12. Oktober 2003. Über 100 MusikerInnen aus Deutschland und den Niederlanden nahmen daran teil. Auf dem Programm standen u.a. „The Saints And The City“, „The Blues Factory“ und natürlich sein populärstes Werk: „Oregon“.  

Erstmalig traten wir am 5. Dezember 2003 auf dem Klever Weihnachtsmarkt und am 2. Mai 2004 bei den Klever Forstgartenkonzerten auf. 

Das Herbstkonzert (14. November 2004) stand unter dem Eindruck des 10jährigen Jubiläums unseres Dirigenten Gerhard Plageman. Das Orchester spielte u.a. „English Folk Song Suite“ und „Puzsta“.

Am 14. Mai 2006 spielte der Musikverein beim Forstgartenkonzert der Stadt Kleve.

Beim Landesmusikfest 2006 in Kevelaer, veranstaltet vom Blasmusikverband NRW, traten 21 Blasorchester auf, u.a. der Musik Verein von Calcar (19. August 2006).

Die Teilnehmer der D1- und D2-Qualifikation (Bronze- bzw. Silber-Abzeichen) im September 2007 mit dem musikalischen Leiter und Ausbilder des Musikvereins, Gerhard Plageman, vor dem damaligen Probenraum, der Pausenhalle des Gymnasiums Kalkar.

Am 4. Mai 2008 spielte der Musikverein bei den "Forstgartenkonzerten" in Kleve.

Unter dem Motto „Grenze(n)los“ veranstalteten der Chor „Garden Rumours“ aus Gendringen (NL) anlässlich seines 20jährigen Jubiläums am 12. Juni 2008 ein Konzert, an dem als „Partner“ der Musikverein teilnahm und so den grenzüberschreitenden Charakter zum Ausdruck brachte. Das Konzert fand bei schönem Sommerwetter im idyllischen Garten eines alten Bauerhofes weit vor den Toren des Dorfes statt. Die Bühne wurde von Strohballen gesäumt und einem Fallschirm überdacht. Der Veranstalter hatte "alte" Musik gewünscht. Auf dem Programm standen daher Werke von Susato, Händel und Beethoven. Höhepunkt war die gemeinsame Aufführung des Liedes „Zigeunerleben“ von Robert Schumann, für das der Chorleiter Joost Hekel das Blasorchester-Arrangement eigens für diesen Anlass geschrieben hatte.

Der Kalkarer Männergesangverein „Sängerbund“ feierte u.a. mit einem „Konzert für Kalkar“ am 15. Juni 2008 in der Bürgerbegegnungsstätte sein 125jähriges Jubiläum. An diesem Konzert nahmen alle Kalkarer Chöre, die „Singenden Leerer“ und das Tambourcorps Altkalkar teil. Der Musikverein war durch die Jugendgruppe (seit 2006 geleitet von Rainer Hülsbrink) und das Hauptorchester gleich zweimal vertreten.